Über den ASV Neuwied 1926 e.V.

 

Seit 1926: Ihre Heimat für Natur und Angeln

Seit fast 100 Jahren verbindet unser Verein Tradition, Kameradschaft und die Liebe zur Natur. Rund um unser Juwel, den idyllischen Steinsee, bieten wir ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis für alle, die die Ruhe am Wasser schätzen.

Das zeichnet uns aus:

  • Artenreiches Gewässer: Der Steinsee ist ein lebendiges Ökosystem und Heimat für Aale, Karpfen, Rotfedern, Hechte, Zander, Barsch, Forellen und viele weitere relevante Weißfische.


  • Starke Gemeinschaft: Bei uns stehen der Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und die Freundschaft im Mittelpunkt.


  • Natur im Fokus: Wir genießen und schützen die faszinierende Verbindung zwischen Mensch und Umwelt.
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Im Detail

 

Chronik des ASV Neuwied 1926 e.V.

1926: Die Geburtsstunde am Rhein

Am 26. März 1926 legten 20 passionierte Sportangler in der Gaststätte „Rheinau“ das Fundament für den heutigen Verein und gründeten die „Fischereivereinigung Neuwied“. Zum 1. Vorsitzenden wurde Johann Speich gewählt. Schon kurz darauf warb der Verband (heute VDSF Landesverband) um den Beitritt der jungen Vereinigung.

Ein Jahresschein kostete damals 10 Reichsmark. Auf der Generalversammlung am 10. April 1926 wurden die ersten Statuten offiziell beschlossen und die „Rheinau“ als Vereinslokal festgeschrieben.

  • Der erste Vorstand: Johann Speich (1. Vorsitzender), Kamerad Steifler (2. Vorsitzender), Wilhelm Danz & Kamerad Goßmann (Kassenwesen), Albert Haberstock & Kamerad Nayer (Schriftführung), Kamerad Schäfer & Josef Danz (Beisitzer), Hermann Däumler & Kamerad Becker (Kassenprüfung).

1927–1929: Erste Herausforderungen

Ab Juli 1927 etablierte sich ein monatlicher Versammlungsrhythmus. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 30 Pfennige angepasst, gekoppelt an eine strikte Zahlungsmoral. Nach einem kurzen Intermezzo von Kamerad Euler übernahm Josef Danz im Oktober 1927 die Vereinsführung. Das Vereinslokal wechselte zwischen den Gaststätten „Somnitz“ und „Hagelstein“. Die späten 20er-Jahre waren durch die hohe Arbeitslosigkeit geprägt, was sich temporär in einer geringen Versammlungsbeteiligung widerspiegelte.

1930–1935: Politische Umbrüche und das erste eigene Gewässer

Im März 1930 trat der Verein dem „Rheinischen Fischereiverein Bonn“ bei und wuchs auf 35 Mitglieder. Die politische Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten erzwang 1933 den Rücktritt des Vorstandes; Karl Hardt wurde als Vorsitzender eingesetzt. Im selben Jahr trat der Verein dem Reichsverband Deutscher Sportfischer (RDS) bei und zog in das Lokal „Zur Krone“ um. Ab 1934 erhielten nur noch organisierte Angler Erlaubnisscheine.

Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt Hardts bestimmte der Kölner Gauführer H. Burschaper zum neuen Vorsitzenden.

  • Meilenstein 1934: Der Verein übernahm den Alten Hafen als Vereinsgewässer. Mit dem Besatz von 100 Junghechten und dem Anpflanzen von Seerosen wurde schon damals aktiver Naturschutz betrieben.
  • Der Verein übernahm die Funktion eines Kreisvereins und gründete Ortsgruppen. Bis Januar 1935 wuchs die Gemeinschaft auf 80 Mitglieder an. Allerdings hinterließ die Ideologie der NSDAP ihre Spuren: Die Teilnahme an Sport- und Parteiveranstaltungen wurde zur Pflicht.

1945: Der totale Stillstand

Mit der Kapitulation im Mai 1945 endete das Vereinsleben abrupt. Die Besatzungsmächte verboten sämtliche Vereine. Dieses Verbot bestand bis zum Neustart im Jahr 1948.

1948–1949: Der Neuanfang aus den Trümmern

Am 21. November 1948 versammelten sich 50 Sportangler unter dem Vorsitz von Willi Köhn im alten Vereinslokal „Zur Krone“. Erfahrene Gründungsmitglieder packten gemeinsam an, um den Verein neu aufzubauen. Nach der Währungsreform startete man mit bescheidenen 200,- DM Startkapital. Die Stadtverwaltung Neuwied unterstützte den Neustart und übertrug dem Verein die Ausgabe der Angelscheine für den Hafen.

1952–1959: Die Rettung der Fische und die Ära „Steinsee“

Am 22. März 1957 wurde der Verein offiziell als „e.V.“ im Amtsgericht Neuwied eingetragen. Da die Stadtverwaltung begann, den Alten Hafen als Mülldeponie zu nutzen, musste dringend ein neues Gewässer gefunden werden. Der Vorsitzende Werner Hachenberg und Geschäftsführer Kurt Fries bewiesen Weitsicht und sicherten dem Verein am 8. April 1959 den Pachtvertrag für den heutigen Steinsee durch den Fürsten zu Wied.

Umwelt-Alarm an Pfingsten 1959: Durch die fortschreitende Müllkippe im Alten Hafen kam es zu akutem Sauerstoffmangel und einem massiven Fischsterben. In einer dramatischen Rettungsaktion evakuierten der Vorstand und Helfer mittels Elektrofanggeräten die überlebenden Fische in den Steinsee.

Der Steinsee wurde zügig mit Rotaugen, Schleien, Glasaalen, Forellen und Karpfen besetzt. Im selben Jahr wurde das bis heute bekannte, von Kurt Fries entworfene Vereinswappen offiziell eingeführt.

1961–1966: Aufbruch am Steinsee

Unter Werner Dokter wurden 1961 die ersten sportfischereilichen Bestimmungen für den Steinsee erlassen. 1966 übernahm Rechtsanwalt Schmitz den Vorsitz. Der Steinsee wuchs durch Auskiesung auf beachtliche 30 Hektar Wasserfläche an.

1968 wurde eine doppelwandige Baubaracke erworben und in Eigenleistung zur ersten gemütlichen Fischerhütte ausgebaut. Parallel dazu wurden die Böschungen nach einem professionellen Bepflanzungsplan mit Schilf und Trauerweiden renaturiert – ein neues Naturerholungsgebiet entstand. Dank fast 300 Mitgliedern knackte das Besatzbudget die 10.000,- DM-Grenze. Ein Bootshafen wurde errichtet und Ruderboote zum Angeln zugelassen.

1973–1992: Wachstum und ein schwerer Schlag

Da die alte Hütte aus allen Nähten platzte, wurde 1973 unter der Leitung von Eduard Somnitz und Josef Wester ein neues Vereinsheim gebaut. Wester übernahm 1974 die Vereinsführung. Der Verein erhielt eine Gaststättenkonzession. Behördliche Auflagen für Parkplätze und eine moderne Abwasseranlage forderten das Vereinsvermögen massiv, doch dank des unermüdlichen Einsatzes von Josef Wester entwickelte sich der ASV zu einem der bedeutendsten Angelvereine in Rheinland-Pfalz.

1992–1993: Asche und Wiederauferstehung

1992 übergab Wester nach fast zwei Jahrzehnten den Vorsitz an Otmar Hoffmann. Kurz darauf folgte der Schock: An Heiligabend 1992 brannte das Vereinsheim nach einem Einbruch völlig aus.

Doch die Vereinsfamilie hielt zusammen. Schon am zweiten Weihnachtstag wurde in einer provisorischen Jugendhütte der traditionelle Frühschoppen abgehalten. In nur eineinhalb Jahren harter logistischer und körperlicher Arbeit errichtete das Team das neue, moderne Vereinsheim. Trotz anfänglicher Diskussionen über den sachlichen Baustil wurde das Haus schnell wieder zum Herzstück des Vereins und zu einem beliebten Ausflugsziel für die gesamte Region. Am 5. Mai 1993 wurde zudem der Pachtvertrag für den Steinsee mit Friedrich Wilhelm Fürst zu Wied um 30 Jahre verlängert.

1997–2000: Die Jahrtausendwende

1997 bauten Erich Stiwizynus und Frank Stoll einen modernen Bootssteg mit 80 Liegeplätzen und befestigten die Uferzonen nachhaltig mit neuen Anpflanzungen. Im Jahr 2000 feierten Mitglieder und Gäste am Steinsee den Jahrtausendwechsel.

2001–2008: Jubiläum und Modernisierung

Zum 75-jährigen Bestehen im Jahr 2001 gab sich der Verein eine modernisierte Satzung. Das Jubiläum wurde im August beim Fischerfest groß gefeiert.

2008 machte sich der Verein energetisch unabhängiger: Unter der Leitung von Erich Stiwizynus wurden in Eigenleistung 550 Meter Stromkabel bis zum Trafo Hafenstraße verlegt. Ein neuer Holzofen und die Umrüstung des Kühlhauses senkten die Betriebskosten des Vereinsheims drastisch. Um die Zukunft des Vereins langfristig abzusichern, wurde der Pachtvertrag mit der Fürstlich-Wiedschen-Verwaltung vorzeitig bis zum Jahr 2038 verlängert.

2010: Generationswechsel im Vorstand

Nach 18 erfolgreichen Jahren an der Spitze übergab Otmar Hoffmann im Januar 2010 den Vorsitz an Carsten Dibke. Unterstützt wurde er von Wilfried Caspari (2. Vorsitzender), Hubert Steinbach (Geschäftsführer) und Armin Groß (Schatzmeister).

2023: Einzug der Digitalisierung

Der ASV Neuwied geht mit der Zeit: Seit 2023 können Angelkarten unkompliziert über die App Hejfish digital erworben werden. Das Angebot wird von Gastanglern hervorragend angenommen und vereinfacht die Buchung von Tagesscheinen enorm.

2024: Naturgewalten und schnelle Reparaturen

Das Winterhochwasser des Rheins setzte der Steganlage stark zu und verschob sie um mehrere Meter. Nach einem kurzen provisorischen Notbetrieb packten die Mitglieder am 27. April 2024 an, richteten den Steg wieder gerade aus und verankerten ihn sturmsicher. Im Herbst 2024 wurde die Konstruktion durch eine neue Einstiegsplatte am oberen Stegende und einen modernisierten Schaukasten komplettiert.

2025: Infrastruktur und neue Webpräsenz

Um den gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen, passte die Mitgliederversammlung die Jahresbeiträge (auf 185 €) und die Bootsplatzgebühren an. Im selben Jahr zog der digitale Auftritt des Vereins komplett um: Die neue, responsive Homepage ging nach einer erfolgreichen Parallelphase voll an den Start.

Auch am See wurde wieder investiert: Am 13. September 2025 wurden die durch die jährlichen Hochwasser unterspülten Rampengleise am Bootsplatz freigelegt und mit einem massiven, stabilen Betonsockel neu unterbaut. Boote können nun wieder absolut sicher zu Wasser gelassen werden.

2026: Die Zukunft im Blick – Fokus Nachhaltigkeit

Mit dem Start des eigenen Instagram-Kanals präsentiert sich der ASV Neuwied im Jubiläumsjahr modern und transparent nach außen. Dazugekommen sind ein Whatsapp - Kanal und eine Facebook - Präsenz. Der Fokus des Vereinslebens hat sich zeitgemäß gewandelt: Im Mittelpunkt stehen heute der aktive Gewässerschutz, der Erhalt der Biodiversität und der verantwortungsvolle Schutz der Natur rund um das Biotop Steinsee. Der ASV Neuwied beweist, dass Tradition und moderner Umweltschutz Hand in Hand gehen und nach außen kommuniziert werden. Die Homepage wurde textlich überarbeitet und verbessert, kleinere Optimierungen erleichtern nun die Navigation.